Ich bin dann mal weg!

Was sind 9.000 Kilometer? Eine große Entfernung zur Heimat. 9.000 Kilometer können aber auch etwas anderes bedeuten: einen Meilenstein in der persönlichen und beruflichen Entwicklung. So sieht Andrea Zajicek ihren Einsatz am Standort Brasilien der voestalpine. Leute wie sie sind gefragt. Denn die Internationalisierung der oberösterreichischen Industrie nimmt rasant zu. Die heimischen Betriebe wachsen immer stärker in entfernte Weltregionen. Und damit wachsen die Chancen für internationale Karrieren.

„Wir suchen Führungskräfte und Fachexperten, die weltoffen sind und über internationale Erfahrung verfügen“, so das Anforderungsprofil eines internationalen Konzern . Als Perspektive bietet das Unternehmen den potentiellen Mitarbeitern die Zusammenarbeit in internationalen Projektgruppen, Einsätze im Ausland bis hin zur längerfristigen Übernahme von Verantwortung an einem der internationalen Standorte. Nicht nur oberösterreichische Konzerne, auch Familienunternehmen sind zunehmend am Weltmarkt tätig. Damit verbunden sind neue Herausforderungen wie internationale Zusammenarbeit, Wissensmanagement und das Arbeiten in vernetzten Strukturen.

Wie steht es um Ihren Puls, wenn Sie das lesen? Leicht erhöht. Neugierde kommt auf, Abenteuerlust macht sich bemerkbar. Kombiniert mit Eigenschaften wie eigenverantwortlich, entscheidungsfreudig, kulturoffen und flexibel sind Sie wohl perfekt geeignet für eine internationale Karriere. Nicht alle Oberösterreicher denken so. „Ein paar Monate im Ausland sind okay, für längere Aufenthalte sind aber die wenigsten zu begeistern“, weiß Claudia Major, Human-Resource Managerin von Greiner. Mit 128 Standorten in 31 Ländern kann der Konzern mit Sitz in Kremsmünster dennoch alle internationalen Stellen erfolgreich besetzen. „Wir haben ein internationales Traineeprogramm eingeführt, das junge Menschen – meist direkte Studienabgänger - auf eine internationale Karriere vorbereitet“, sagt Wilfried Stock, Leiter der Konzernkommunikation bei Greiner. Auch Georg Kirchmayr, Geschäftsführer der TGW Logistics Group, setzt auf Weiterbildungsmöglichkeiten für seine Mitarbeiter. „Wir sind in vierzehn Ländern weltweit mit eigenen Standorten vertreten. Der Großteil unserer Mitarbeiter bewegt sich daher in einem internationalen Arbeitsumfeld – durch

den Kontakt zu Kollegen, Kunden oder Lieferanten in anderen Ländern, durch Geschäftsreisen, aber auch durch unsere international gemischten Teams an den jeweiligen Standorten.“ Begleitend zu diesem „Training on the Job“ bietet die TGW ihren Mitarbeitern auch Weiterbildungen zum Beispiel im Bereich der Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede oder Sprachen an. Schließlich ist eine gute Vorbereitung die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit im Ausland.

Andere Länder, andere Sitten

Perfekt vorbereitet auf seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Greiner Assistec in Monterrey in Mexiko ist auch Andreas Schwarz. Er hat zuvor schon in einer anderen Firma als Techniker zwei Jahre Erfahrung in Mexiko gesammelt. „Für die nächsten drei Jahre mache ich mir mal keine Sorgen, dass mir die Herausforderungen ausgehen“, sagt der 34-Jährige und schmunzelt. Wichtig sei eine gewisse Bereitschaft, sich auf eine andere Kultur einzulassen. Die Unterschiede zwischen Mexiko und Österreich seien schließlich groß. „Die Arbeitseinstellung ist komplett anders. Die Leute leben ein bisschen von einem Tag auf den anderen – was auch daran liegt, dass es viele Leute gibt, die wenige Ressourcen zur Verfügung haben. Man muss daher Planungsthemen anders angehen und Meilensteine kürzer setzen als in Europa“, so Schwarz. Umgehen lernen müsse man auch mit der Tatsache, dass das Bildungsniveau in Mexiko deutlich niedriger ist als in Österreich.

Diese Erfahrung hat auch sein Vorgänger Gerald Bernecker, drei Jahre lang Geschäftsführer in Mexiko, gemacht: „Gute Mitarbeiter zu finden, Hierarchien verstehen und aufsetzen, Mitarbeiter führen und motivieren, das waren die größten Herausforderungen für mich.“ Ebenso die Herausforderung, ein Unternehmen aus dem nichts zu schaffen in einem fremden Land und eine Lieferantenplattform zu erstellen. „Es gibt zwar jede Menge Lieferanten, aber in Mexiko gibt es kein ‚Haben wir nicht’. Es wird alles zugesagt, auch dann, wenn von Anfang an klar ist, dass die Leistung nicht erbracht werden kann“, erzählt Bernecker.

Nah am Kunden, fern von der Heimat

Das sind Dinge, die vor Ort geklärt werden müssen. Von einem Mitarbeiter, der die Kultur versteht, der integriert ist und der einen guten Draht zum oberösterreichischen Hauptsitz hat. Globale, innovationsgetriebene Märkte erfordern die Fähigkeit eines Unternehmens, in weltweit verteilten Teams produktiv zusammenzuarbeiten. Hochqualifizierte und engagierte Mitarbeiter in den ausländischen Niederlassungen einzusetzen, ist daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor für ein international agierendes Unternehmen. „Für uns als Anlagenbauunternehmen kommt es auf den engen Kontakt zu unseren Kunden vor Ort an“, sagt TGW-Chef Kirchmayr. „Deshalb ist es für uns wichtig, das Team vor Ort aus lokalen Experten zu bilden und diese durch Know-how- Träger aus etablierten TGW-Niederlassungen zu unterstützen.“ Somit könne er sicherstellen, bestmöglich auf die lokalen Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Auch für Manfred Hackl, Geschäftsführer von EREMA, ist ein gutes Bindeglied zwischen Mutter- und Tochterfirma entscheidend. Mitarbeiter, die er international einsetzt, müssen bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, lösungs- und kundenorientiert denken und einen respektvollen Umgang leben. Zusätzlich braucht es auch Offenheit und Flexibilität sowie gute Fremdsprachenkenntnisse, denn „diese sind der Schlüssel zu Kollegen, Kunden und Partnern im Ausland“, so Kirchmayr.

Sprachenkenntnis plus Menschenkenntnis

Zheng Han, Professor an der Universität Tongji in Shanghai, rät daher, schon früh Auslandserfahrung zu sammeln. „Internationale Erfahrungen während der Schul- und Studienzeit sind eine gute Voraussetzung und werden weiter an Bedeutung gewinnen“, so der gebürtige Chinese. Je mehr Kulturkreise man kennen gelernt hat, desto leichter fällt es einem im späteren Berufsleben, sich erfolgreich zurechtzufinden. Auch die LIMAK bietet Studiengänge für Internationales Management an. „Solche internationale Studienprogramme sehen auch Auslandsphasen vor, sodass man sicher sein kann, die beste Unterstützung seitens der Universität zu bekommen.“ Zudem könne man von einem Netzwerk zu Universitäten und Firmen im Ausland profitieren. Auslandserfahrungen seien wertvoll, müssen aber nicht sein. „Es gibt auch Beispiele erfolgreicher Manager, die über keine Auslandserfahrung verfügen, aber einen hohen EQ, also emotionale Intelligenz, mitbringen“, erklärt der Professor. Denn ein hoher EQ erleichtert ohnehin den Zugang zu Menschen anderer Kulturen.

Diese Erfahrung macht Andrea Zajicek gerade in Brasilien: „Mehr und mehr erkenne ich, dass man vor allem Menschenverstand braucht. Das klingt zwar banal, ist aber meiner Ansicht nach das Geheimnis guter Zusammenarbeit im Ausland.“ Andreas Schwarz von Greiner stimmt ihr zu: „Entscheidend für den Erfolg ist sicher der Respekt vor den Menschen. Man muss die Kulturunterschiede erkennen, akzeptieren und verstehen.“ Gerhard Blumauer von B&H Projektmanagement Personalmanagement ist ähnlicher Meinung: „Um im Ausland erfolgreich zu sein, rückt die emotionale Intelligenz immer mehr in den Vordergrund. Es geht um Gefühle, Kommunikation und Mitmenschen. Wer damit umgehen kann, hat große Chancen.“

Am Weg zum Erfolg

Wo aber findet man Mitarbeiter, die all diese Qualifikationen mit sich bringen und zudem noch die Bereitschaft haben, für längere Zeit die Heimat zu verlassen?Gerhard Blumauer beschäftigt sich mit dieser Frage tagtäglich. Es werde immer schwieriger, Mitarbeiter zu finden, die für eine gewisse Zeit beruflich ins Ausland gehen. Grund dafür ist meist die familiäre Situation. Oft sind beide Partner berufstätig, die Aufgaben werden aufgeteilt, eine längere Abwesenheit ist demnach fast unmöglich. Anders sei das bei jungen Menschen, die Singles sind und klare Karriere- Vorstellungen haben. „Die Mobilität ist ein immer wichtiger werdender Aspekt im Berufsleben“, so Blumauer. Heißt es für Unternehmen „following the customer“, so könnte man dies für Arbeitnehmer mit „following the jobs“ übersetzen. „Man muss den interessanten Jobs folgen, nur dann tun sich Chancen für einen steilen und schnellen Karriereweg auf.“

Andrea Zajicek

voestalpine, Standort Brasilien - 9900 Kilometer von Oberösterreich entfernt

Nach sechs Jahren in der voestalpine Konzernkommunikation hat es die Oberöster- reicherin im Herbst 2013 nach Brasilien in eine Tochterfirma verschlagen.

Motivation

Es geht mir vor allem um meine Entwicklung, die wertvollen Erfahrungen und die Inspiration, die ich tagtäglich hier erlebe. Das, und die Tatsache, dass ich mit meiner Arbeit einen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten kann, motivieren mich. Eine Entscheidung wie diese bringt aber natürlich weitreichende Konsequenzen mit sich. Man verlässt die eigene Komfortzone, um sich auf den Weg zu machen in ein völlig neues Leben – und das mit über 30. Aber ich habe einfach ein angeborenes ‚Abenteuer-Gen’ und sehe mich als Weltenbürgerin. Also war der Reiz, nach Brasilien zu gehen, groß. Auch wenn ich dadurch meine Familie, meinen Lebensgefährten und meine Freunde jetzt nur sehr selten sehe, bin ich überzeugt davon, dass dieser Schritt meine Verbundenheit zu den wichtigsten Menschen in meinem Leben und zu meiner Heimat noch stärken wird.

Unterschiede

Das Lebensgefühl hier hat mich überrascht. Im wirtschaftsstarken Bundesstaat Sao Paulo hätte ich es mir etwas europäischer vorgestellt. Aber durch die Probleme, mit denen das Land immer noch kämpft, kann man sich nicht so frei bewegen wie zu- hause. Es gibt sehr viele Do’s und Don’ts zu befolgen, um kritische Situationen zu vermeiden.

Herausforderung

Die größte Herausforderung ist sicher der Job. Obwohl ich schon jahrelang Konzern- erfahrung habe, ist hier vor Ort praktisch alles neu. Ich arbeite in einem anderen Bereich als zuvor, viel operativer und näher am Markt. Das Geschäftsumfeld ist komplex, der Wettbewerb nimmt laufend zu. Das alles erfordert umfassende Kenntnisse, die ich mir jetzt aufbauen muss.

Andrei Constantin Serban

Projektmanagement für einen Autokonzern über B&H Projekt- und Personalmanagement GmbH, Standort Ungarn - 368 Kilometer von Oberösterreich entfernt

Seit Februar 2012 kümmert sich der 32-jährige HTL-Abgänger um die Inbetriebnahme- und Lieferantenkoordination der neuen Lackiererei eines renommierten Automobil- herstellers.

Motivation

Es gefällt mir, mit unterschiedlichen Kulturen und Mentalitäten zu arbeiten. Aus solchen interkulturellen Erfahrungen kann man vieles für sich selbst mitnehmen – das erweitert den Horizont und erweckt die Offenheit für Neues. Weiteren Auslandsauf- enthalten stehe ich sehr offen gegenüber – Voraussetzung ist für mich das nächste Mal aber, meine Familie dabei zu haben.

Unterschiede

Im Umgang mit meinen lokalen Geschäftspartnern muss ich ständig beachten, dass die Interpretation und die Aufnahme von Gesprächen oder Anweisungen anders ist als in Österreich.

Herausforderung

Nachdem das mein erstes Großprojekt ist, war die größte Herausforderung für mich jene, mit der unterschiedlichen Mentalität der Ungarn und gleichzeitig mit meiner neuen Tätigkeit in einem ungewohnten Umfeld zurecht zu kommen. Nachdem aber in meinem großartigen Projektteam Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung die Regel ist, konnte ich auch die größten Herausforderungen gut meistern.

Andreas Schwarz

Greiner Assistec, Standort Mexiko - 9.530 Kilometer von Oberösterreich entfernt

Mitsamt seiner Frau und den beiden Töchtern (5 und 3 Jahre) zieht der 34-jährige Abgänger der Montanuniversität Leoben für die nächsten drei bis fünf Jahre nach Monterrey. Dort übernimmt er die Geschäftsführung einer Tochterfirma der Greiner Gruppe.

Motivation

Ich hatte bereits Erfahrung als Produktionsleiter, aber als Geschäftsführer erweitern sich die Aufgabenbereiche natürlich immens. Diese Stelle ist ein wichtiger Schritt in meiner Karriere, damit kann ich mich sehr gut weiterentwickeln. Genau das reizte mich von Anfang an. Ich finde, man kann in jedem Land glücklich werden, wenn die Aufgabe spannend und herausfordernd ist und wenn man sich gleichzeitig ein Zuhause mit seiner Familie schafft. Für Auslandsaufenthalte war ich immer schon offen, sowohl während des Studiums als auch bei Praktika habe ich Erfahrungen im Ausland gesammelt.

Unterschiede

Wenn man erst einmal für längere Zeit im Ausland ist, lernt man seine Heimat schät- zen. Ich vermisse ein wohlig warmes Haus und Kleinigkeiten wie etwa, dass man das Wasser aus der Leitung trinken kann oder dass man im Supermarkt Produkte kaufen kann, die keinen Zucker enthalten. Aber wichtig ist, dass man sich einfach darauf einstellt, dass es hier anders ist als zuhause. Die Mexikaner leben eine sehr offene Kultur, sie sind Ausländern gegenüber extrem wohlgesonnen – da hilft es natürlich sehr, wenn man die Sprache gut beherrscht.

Herausforderung

Mexiko ist ein Schwellenland, die Schere zwischen Arm und Reich ist sehr groß, das Bildungsniveau vergleichsweise schlecht und eine Lehrlingsausbildung gibt es hier auch nicht. Die circa 80 Mitarbeiter zu führen, ist daher eine große, aber vor allem sehr spannende Herausforderung.

Andrea Meyr

Erema, Standort Boston in Nordamerika, 6.360 Kilometer von Oberösterreich entfernt

Seit August 2013 unterstützt die 34-Jährige ihre Kollegen bei EREMA North America bei der Integration von Anwendungen, die EREMA in Österreich verwendet.

Motivation

Nachdem ich bereits elf Jahre in der Firma tätig bin, war es für mich verlockend, für eine Zeit lang ins Tochterunternehmen in den USA zu wechseln und neuen Herausforderungen zu begegnen. Natürlich war ich anfangs etwas wehmütig, aber nachdem ich ledig bin, fiel mir die Entscheidung nicht so schwer.

Unterschiede

Die Amerikaner sind generell sehr freundlich, wenn auch teilweise nur sehr ober- flächlich. Die Einstellung zu vielen Dingen – sowohl privat als auch beruflich – ist anders. Aber wenn man das akzeptiert hat, kommt man gut damit klar. In Bezug auf die Arbeit sind Österreicher viel bürokratischer, das wird hier viel lockerer gesehen. Dafür stößt man im Privatleben oft auf scheinbar unüberwindbare Hürden, da die Behördengänge sehr mühsam sind. Die Amerikaner sind viel schnelllebiger als wir Österreicher – alles muss immer schnell gehen, der Kaffee wird im Gehen getrunken, das Dinner ist nach einer Stunde wieder vorbei.

Herausforderung

Die größte Herausforderung war für mich, hier eine Existenz aufzubauen, da stößt man auf viele Hürden. Manchmal fällt es auch schwer, sich der anderen Mentalität anzupassen.

Gut beraten im Ausland

Vorbereitung ist alles

Das Lernen der Landessprache und die Information über kulturelle Gegebenheiten sind die Basis für einen gelungenen mehrjährigen Auslandsaufenthalt.

Gelassenheit

Wer in ein neues Land kommt, muss anfangs jede Menge Bürokratie durchlaufen – Geduld ist dabei das beste Werkzeug!

Netzwerk

Was zuhause selbstverständlich ist, muss man sich im Ausland erst bewusst aufbauen und am besten gleich von Anfang an damit beginnen- Kontakte knüpfen

Offenheit gewinnt

Kein one-way-ticket

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