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Neue Perspektiven für Schlaganfall- und Komapatienten

Neue Perspektiven für Schlaganfall- und Komapatienten

Das Unternehmen g.tec hat zwei revolutionäre Modelle entworfen. „recoveriX“ ermöglicht es, Menschen mit Schlaganfall zu therapieren. „mindBEAGLE“ hingegen verhilft Komapatienten dazu, mit ihren Angehörigen zu kommunizieren. Diese Verknüpfung von IT und Medizintechnik ist ein Paradebeispiel dafür, wie Oberösterreich mit innovativen Entwicklungen seine internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken kann.

Stellen Sie sich vor, ein Mensch, der Ihnen nahesteht, liegt im Koma. Dennoch können Sie mit ihm kommunizieren. Oder jemand in Ihrer Bekanntschaft erleidet einen Schlaganfall und ist gelähmt. Nach wenigen Monaten ist er jedoch wieder zur Gänze geheilt. Was nach Spekulationen in der Zukunft klingt, ist bereits Realität. Das Unternehmen g.tec medical engineering in Schiedlberg, Bezirk Steyr-Land, leistet hierbei Pionierarbeit.

„Es geht mir gut“

Panik, Verzweiflung, Trauer. Und Angst vor dem, was noch kommt. Das sind Gefühle, die wir verspüren, wenn jemand aus unserer Familie oder Bekanntenkreis plötzlich einen Schlaganfall erleidet und nicht mehr in der Lage ist, selbstständig Bewegungen auszuführen. Oder wenn wir erfahren, dass eine Person, die uns nahesteht, durch ein Unglück im Koma liegt. Verstärkt werden unsere Ängste oft dadurch, nicht helfen zu können, nicht mit dem geliebten Menschen kommunizieren zu können. Wir wissen oft nicht einmal, wie es diesen Menschen geht.

Das soll sich in Zukunft ändern. g.tec medical engineering in Schiedlberg, Bezirk Steyr-Land, ist es gelungen, mit den innovativen Methoden „mindBEAGLE“ und „recoveriX“ völlig neue Perspektiven zu eröffnen. Durch Vorstellungskraft sollen Komapatienten kommunizieren können. Schlaganfallpatienten können zu 100 Prozent regenerieren.

Ich weiß, was du denkst

Und dafür muss man nicht einmal Hellseher sein. „mindBEAGLE“ nennt sich die revolutionäre Methode, die es ermöglicht, Wahrnehmungen von Komapatienten zu bewerten und mit ihnen sogar zu kommunizieren. Sie ist einsetzbar für alle Patienten, die wegen schweren Hirnverletzungen im Koma oder Wachkoma liegen. Auch Patienten mit Locked-In-Syndrom können davon profitieren, so g.tec CEO Christoph Guger.

Die einfache Frage „Geht es dir gut?“ kann von Patienten mit minimalen Bewusstseinszuständen durch die Unterstützung von „mindBEAGLE“ beantwortet werden. Dabei setzt die Methode auf die Kraft der Gedanken. Durch hohe und tiefe Töne wird die auditive Wahrnehmung getestet, durch sanfte Vibrationen an den Händen wird der Patient vibrotaktil stimuliert. Eine EEG-Haube misst dabei die Hirnaktivitäten. Mit „ja“ antwortet der Patient, wenn er sich auf die linke Hand konzentriert. „Nein“ hingegen wird mit Rechts angedeutet. „mindBEAGLE“ misst die vorgestellte Bewegung und kann dadurch Antworten der Patienten erhalten.

„Wir hatten auch Patienten, dessen Hand für vier Jahre gelähmt war. Nach nur zehn Therapieeinheiten mit recoveriX konnte er die Hand wieder bewegen.“

Christoph GugerGeschäftsführer, g.tec medical engineering

„recoveriX“ und die Kraft der Gedanken

Wussten Sie, dass circa alle 20 Minuten ein Österreicher einen Schlaganfall erleidet? Der Schlaganfall stellt die häufigste Ursache für Behinderung im Erwachsenenalter dar und betrifft jährlich mehr als 24.000 Menschen. Mit „recoveriX“ hat g.tec auch hier eine Lösung gefunden, um Betroffenen zu neuen Chancen zu eröffnen. Die Vorstellungskraft ist auch bei „recoveriX“ der Schlüssel zum Erfolg. Und so funktioniert „recoveriX“: Der Patient stellt sich eine Bewegung vor. „recoveriX“ misst die Hirnaktivitäten und hilft, diese auf einem Bildschirm zu visualisieren. Völlig schmerzfrei werden diese Bewegungen durch elektrische Stimulationen der betroffenen Muskeln durchgeführt. Ganz gleich, ob der Schlaganfall akut ist oder bereist einige Zeit zurückliegt – Mit „recoveriX“ können Patienten ihre Bewegungsfähigkeit wieder zurückerlangen.

Vorstellungskraft in Symbiose mit diesen beiden Therapiemöglichkeiten „recoveriX“ und „mindBEAGLE“ kann somit helfen, zuvor Unmögliches zu verwirklichen. Menschen können ihre Lebensfreude zurückerhalten und Bewegungen wieder erlernen. Komapatienten sind in der Lage, ihre Gefühlswelt trotz minimalen Bewusstseinszuständen zu vermitteln. Nicht für die Patienten selber, sondern auch für Angehörige eröffnen sich dadurch neue Horizonte, die auch zuweilen unser Vorstellungsvermögen übertreffen können.

Starke Partner

Nicht nur Patienten benötigen starke Partner, um regenerieren zu können. Auch Unternehmen brauchen für die Umsetzung innovativer Ideen Unterstützung. So bieten sich unterschiedlichste Modelle zur Finanzierung erfolgversprechender Konzepte an:

  • Business Upper Austria : Die oö- Wirtschaftsagentur begleitet und berät bei Umsetzungen www.biz-up.at
  • Regionale Förderprogramme „easy2research“ www.biz-up.at „InnovationsassistentInnen/BeraterInnen für KMU“ www.innovationsassistent.at
  • EU-Programm für Forschung und Innovation : „Horizon 2020" www.ffg.at