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Heimischer Innovationstrieb im Scheinwerferlicht

Heimischer Innovationstrieb im Scheinwerferlicht

Schon der bekannte österreichische Ökonom Joseph Schumpeter unterstrich die Relevanz der „schöpferischen Zerstörung“ für den Fortschritt von Volkswirtschaften. Heutzutage würde man wohl disruptive Innovation dazu sagen. Einige kluge Köpfe, die sich diesem Thema verschrieben haben, wurden am 7. November 2022 im Haus der Industrie mit einem PHÖNIX prämiert. Doch nicht nur die Unternehmer:innen hatten was zu bejubeln - auch der Gründungspreis des Austria Wirtschaftsservice selbst feierte sein 10-jähriges Jubiläum.

Ausgezeichneter Wissenstransfer

In historischem Gemäuer der Industriellenvereinigung vergaben das Austria Wirtschaftsservice und die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft heuer erneut begehrte Awards in vier Kategorien. Den Besten in den Bereichen Startup, Spin-off, Prototyp und Female Entrepreneurs überreichte Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Kocher eine Trophäe sowie einen Event-Zuschuss in der Höhe von 5.000 Euro. Martin Polaschek, Minister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, wandte sich via Videobotschaft an die Anwesenden und Zuseher:innen vor dem Live-Stream.

205 unterschiedliche Einreichungen aus Privatwirtschaft und Forschung bewarben sich um den Gründungspreis. Begleitet von einer launigen Moderation sowie von musikalischen Einlagen der „Russkaja“-Violinistin Mia Nova wurde zuerst das Spin-off „Up Nano“ geehrt. Die Ausgründung der Technischen Universität Wien spezialisierte sich im Gebiet des hochauflösenden 3D-Drucks. In der Kategorie Prototyp setzte sich das Projekt „ElektroPower“ der Technischen Universität Graz durch, welches Brennstoffzellen effizienter herstellen und betreiben möchte.

Zu einem Gründungspreis gehört natürlich auch die Kür von vielversprechenden Startups. Hier hatte „Myllia Biotechnology“ mit ihrem Verfahren für neue Ansätze für Arzneimittel die Nase vorn. Der Schlusspunkt der Verleihung wurde mit der Prämierung der Bio-/Fashion-Tech-Firma „Vienna Textile Lab“ in der Rubrik Female Entrepreneurs gesetzt. Im Anschluss konnten alle Galagäste bei einem lockeren Ausklang netzwerken, fachsimpeln und natürlich die Geburtstagstorte des PHÖNIX vernaschen.

10 Jahre Phönix Gründungspreis

Eine Dekade und mehr als 900 Einreichungen später, hat sich der PHÖNIX in der ansässigen Innovativszene etabliert. „Mit dem Preis ist es gelungen, Wissenstransfer von der Wissenschaft hin zu Unternehmen sichtbar zu machen und zu stärken.“, so Arbeits- und Wirtschaftsminister Kocher. Als staatliche Förderbank stellte das Austria Wirtschaftsservice im Vorjahr rund 400 Millionen bereit, um zukunftsgerichtete Projekte zu unterstützen. Neben dem finanziellen Aspekt spielt dabei auch die wechselseitige Wissensweitergabe von Privaten und Forscher:innen eine wesentliche Rolle. Somit wird versucht, den heimische Innovationsgeist stets weiter zu beleben. Das hätte wohl auch Joseph Schumpeter erfreut.