Empfehlungen zur Verbesserung des Universitätssystems und Tipps für angehende Studenten

01 Nennen Sie drei Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des österreichischen Universitätssystems.

02 Welchen Tipp haben Sie für junge Menschen für deren Studienwahl in Österreich – wie und wofür sollen sie sich entscheiden?

Markus Hengstschläger, Genetiker, Medizinische Universität Wien

01 Zur Verbesserung der Studienbedingungen braucht es:

Kapazitäts- und studierendenbezogene Universitätsfinanzierung_ Es braucht ein kapazitäts- und qualitätsorientiertes Studienplatzmanagement, das auch die Zuordnung der Budgets zu Forschung, Lehre und Infrastruktur sichtbar macht.

Faires und sozial ausgewogenes Zugangsmanagement_ Zur Auswahl der am besten geeigneten Studierenden sollte eine fächerübergreifende Orientierungsphase den Raum eröffnen, persönliche Motivation, Leistungsbereitschaft sowie Talent als Kriterien für ein gewähltes Studium zu beurteilen.

Angemessene und zielorientierte Studienförderung_ Um die Chancengleichheit zu gewährleisten und die soziale Durchlässigkeit zu erhöhen.

02 Junge Menschen sollten sich für ein Studium entscheiden, das sie interessiert und das ihren Talenten und Begabungen entspricht. Es macht keinen Sinn, sich auf ein Studium einzulassen, für dessen Inhalte man sich nicht begeistern kann. Verschiedene Talente bieten auch verschiedene Chancen. Das beste Mittel zur Vorbereitung auf eine bewegte Zukunft der Arbeitswelt ist, seine Interessen, Neigungen und Fähigkeiten zu erkennen.

Markus Hengstschläger, Genetiker, Medizinische Universität Wien

Johannes Kopf, Vorstand, AMS

01 Verstärkter Einbau von professionellen Feedbackschleifen zum Arbeitsmarkt bei der steten Weiterentwicklung der einzelnen Curricula universitärer Studienrichtungen.

Aus der Perspektive des Lifelong Learning gibt es noch Bedarf in der organisatorischen Gestaltung universitärer Aus- und Weiterbildungsangebote für berufstätige Erwachsene, etwa ein durchgängiges Angebot an Abend- oder Wochenendveranstaltungen.

Weitere anstehende Professionalisierung der universitären Aus- und Weiterbildungsangebote für Menschen mit Inklusionsbedarf. Hier lässt sich so manches aus den USA als Vorbild heranziehen, wie etwa Programme der George Washington University, Washington D.C., oder der University of Notre Dame, Indiana.

02 Zunächst sollte man sich – auch unter Hinzuziehung einer professionellen Bildungs- und Berufsberatung – fundiert mit den eigenen Interessen, Stärken und Fähigkeiten auseinandersetzen. Bei der Konkretisierung passender Ausbildungswege können Onlinetests helfen (siehe dazu den Berufskompass auf der AMS-Homepage). Überdies stellt das AMS im Web eine Vielzahl an studienrelevanten Informationsmaterialien über das AMS-Berufslexikon zur Verfügung. In vielen Fällen ist auch ein persönliches Beratungsgespräch hilfreich – die AMS-Berater stehen in 72 BerufsInfoZentren zur Verfügung. Wenn unterschiedliche Studienfächer von Interesse sind, sollte man die Arbeitsmarktchancen berücksichtigen – besonders Absolventen von MINT-Studien sind schon seit vielen Jahren sehr gefragt.

Johannes Kopf, Vorstand, AMS

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